Print this page

FAQ

5 Fragen an Prof. Dr. med. Wolfgang Petro

(Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde, Bad Reichenhall) petro

Aus einer einfachen Erkältung hat sich bei mir eine akute Bronchitis entwickelt. Ich fragte meinen Arzt nach einem Antibiotikum, doch er meinte, dass dieses bei mir nicht wirken würde. Wie kommt das?
Die Gabe eines Antibiotikums ist nur bei Verdacht auf einen bakteriellen Infekt notwendig. Eine akute Bronchitis wird hingegen in der Regel durch Viren verursacht, gegen die Antibiotika tatsächlich wirkungslos sind. Ihr Arzt hat anhand Ihrer Symptome festgestellt, um welche Art von Infekt es sich bei Ihnen handelt und offenbar keine Hinweise auf eine bakterielle Ursache festgestellt, also z. B. keinen eitrigen Auswurf beim Husten und Fieber. Allerdings kann sich aus einer durch Erkältungsviren verursachten Bronchitis eine bakterielle Superinfektion entwickeln, das heißt Bakterien dringen in die bereits geschwächten Atemwege ein und infizieren sie zusätzlich. Die Symptome: Fieber, eitriger Auswurf und eine Krankheitsdauer von mehr als 10 Tagen. In diesem Fall ist ein erneuter Arztbesuch zur Abklärung notwendig. Sowohl bei viralen Atemwegserkrankungen als auch ergänzend zur Antibiotika-Therapie bei bakteriellen Infektionen und Schleimverhaltung hilft das ätherische Öl Myrtol standardisiert mit seinem breiten Wirkspektrum.

Ich habe kürzlich mit dem Rauchen aufgehört, da mich schon seit längerer Zeit vor allem morgens nach dem Aufstehen ein lästiger Husten mit Auswurf quält. Was kann ich unterstützend tun, damit er sich schnell bessert?
Mit dem Rauchen aufzuhören war der richtige Schritt. Jahrzehntelanger Tabakkonsum sorgt für eine starke Schädigung der Bronchialschleimhaut und des Lungengewebes und ist Hauptursache für die Entstehung einer chronischen Bronchitis, denn Nikotin lähmt die Selbstreinigungsfunktion der Lunge – daher der Husten mit Auswurf. Nach dem Rauchstopp brauchen die Atemwege eine Weile, bis sie sich von der Dauerbelastung erholt haben. Der pflanzliche Wirkstoff Myrtol standardisiert begünstigt den Heilungserfolg, denn er hilft, die Entzündung zu lindern und den Schleim zu lösen. Von einer chronischen Bronchitis sprechen Mediziner, wenn die Symptome drei Monate lang in zwei aufeinander folgenden Jahren auftreten. Ein Besuch beim Arzt kann klären, wie ausgeprägt die Erkrankung bei Ihnen ist und welche Therapieform notwendig ist. Solange Sie nicht unter Atemnot leiden und keine strukturellen Veränderungen in der Lunge eingesetzt haben, wie z. B. Verengungen in den Bronchien, ist eine chronische Bronchitis heilbar.

Wann ist bei einer Erkältung ein Hustenstiller und wann ein Hustenlöser sinnvoll?
Hustenstiller werden gegen trockenen Reizhusten eingesetzt, bei dem sich kein Bronchialsekret löst. Dieser tritt meist zu Beginn einer Erkältung auf und wird durch die gereizte Schleimhaut verursacht. Husten- bzw. Schleimlöser helfen hingegen bei produktivem Husten, der sich oft im Verlauf einer Erkältung entwickelt. Sie verflüssigen den festsitzenden Schleim und erleichtern so das Abhusten. Die Einnahme von Hustenstillern ist vor allem abends sinnvoll, für eine ungestörte Nachtruhe. Lockert sich der Husten bereits, sollte er allerdings nicht mehr unterdrückt werden, denn für eine rasche Genesung ist es besser, wenn der infektiöse Schleim abgehustet werden kann. Schleimlöser, so genannte Sekretolytika wie z. B. der Wirkstoff Myrtol standardisiert, unterstützen diesen Prozess, indem sie die Drüsen anregen, dünnflüssiges Sekret zu produzieren, und den zähen Schleim lösen. Eine kombinierte Einnahme von Hustenstiller und Hustenlöser sollte übrigens vermieden werden, denn sie blockieren sich gegenseitig in ihrer Wirkung.

Ich habe gelesen, dass sich aus einer chronischen Bronchitis eine dauerhafte Schädigung der Lunge entwickeln kann, die nicht heilbar ist. Stimmt das?
Das ist richtig. Wenn eine chronische Bronchitis über viele Jahre hinweg verschleppt wird und nicht richtig ausheilt, kann sich daraus eine so genannte chronisch-obstruktive Bronchitis (kurz: COPD) entwickeln. Die häufigste Ursache hierfür ist das Rauchen. „Obstruktiv“ bedeutet, dass die Bronchien dauerhaft verengt sind, wodurch die Lungenfunktion stark eingeschränkt ist. Das passiert bei einer COPD: Durch die Schadstoffe im Rauch werden die Flimmerhärchen in den Atemwegen zunächst gelähmt und mit der Zeit ganz zerstört, das heißt das Selbstreinigungssystem der Lunge funktioniert nicht mehr. Gleichzeitig kommt es aber zu einer krankhaft erhöhten Schleimproduktion aufgrund der dauerhaften Entzündung. Daher der Husten mit Auswurf. Weitere Symptome sind Atemnot und Schmerzen beim Atmen sowie pfeifende Geräusche beim Husten, denn die entzündete Bronchialschleimhaut verdickt sich und verengt die Atemwege. Die durch eine COPD zerstörte Lungenstruktur ist nicht vollständig reversibel, das heißt eine Heilung ist nicht möglich. Eine Therapie kann lediglich die Beschwerden lindern, Komplikationen vorbeugen und die Lebenserwartung erhöhen. Für Raucher gilt: Ein sofortiger Rauch-Stopp ist die einzige Möglichkeit, die Prognose der Erkrankung zu verbessern.

Kaum hatten sich bei mir die Schnupfen-Beschwerden gebessert, setzte ein festsitzender Husten ein. Wie kommt es zu einer solchen Verlagerung der Erkältung von „oben nach unten“?
Das erklärt sich durch die Einheit des gesamten Atemwegstraktes. Die oberen Atemwege, also die Nase, Nebenhöhlen und der Rachen, und die unteren Atemwege mit Luftröhre, Bronchien und Lunge sind über den Kehlkopf miteinander verbunden. Bei einer Erkältung kann es zu einem so genannten Etagenwechsel kommen, das heißt, die Krankheitserreger gelangen von den oberen in die unteren Atemwege. Dort verursachen sie auch eine Entzündung der Schleimhäute und auf Schnupfen folgt Husten. Verhindern lässt sich diese Verlagerung des Infektes durch eine frühzeitige Behandlung der Erkältung. Werden bereits die Schnupfenbeschwerden konsequent behandelt, z. B. mit dem ätherischen Öl Myrtol standardisiert, bleiben die unteren Atemwege verschont.

weitere Fragen


Experteninterview Unsere Atmung Atemgymnastik Tipp des Monats